Laibach den 23 May ‘836.

 Liebster Herr Schwiger-Sohn! und beste Josephine !

Noch imer erkene ich liebe Pepine deine herzliche anhenglichkeit an Vater, du lasest keine zeith vorüber gehen um deinen Vater wen nicht viel doch etwas weniges aus deinen Kündlihen Herzen fliessen \ daß es mit und neben auch niht gantz angenemes enthalten hatt \ weillen dein lieber Fidelis sich nicht ganz wohl befunden hatt, wahr für mich auch nicht gantz beruchigend \ Ja dessen habe ich doch die beste Hofung daß dessen befünden nun schon wieder in bester Ordung sein würdt. ––

Was Eüere Würtschaft in Kaltenbrun betrieft \ so fünde ich daß alles bis nun mit besten Fleis vorsich gehet und Eürre zufridenheit erlangen wirdt \ ––––

Die Verschöftung mit geglaubten Staündlen683 ist bis zu negst684 der Brücke geschen \ ––––– (D)ie Mauer bey dem Einfahrt ist Reparrit685 und mit Steinern bedekt \ Nuhr bey der hienein wendung glaube ich bey der Rükkehr eine erweiterung zuerzilen \ Rechts und Lienks wirdt ein Gwölb mit ziegeln gegwelbt //2

 wodurch die Einfart bedeutend

erleichtert so auch die ausfahrt

 

von stark beladenen Wägen, dahero habe alda die ausgearbeitten Steine no[c]h nicht mit Eisenklamern mit bley Vergiesen686 lassen \ –––––

Die neue erkauft Kuche mit weissen Kopf hatt ein sehr schönen grossen Stirl geworfen allein zum Vorspan wurde die Kuche Magd und die Marie gebraucht, weill daß Kalbel schon die grösse des 14Tägigen hatt. –– Die Gedreüde wachsen sehr schön fort, auch der flachs zimlich lezters war mit öfteren Regen befäuchtung noch viel zufridener, der heimsche sezet dem böhmischen bis nun bedeutend zurück \ –––

Was geschach müt687 dem so sehr bengstigten688 Feldeser Regruten \ gemeldet ist schon worden daß ein bedeutendes Schmmirgeld im Antrage wahr \ Da ich dem Menschen auch nicht gesehen habe \

so habe auch dein ametlichen Betrag als opfer dafür zuspenden angetragen \ Nun komt er //3 mit H. Tautscher herab, und zwahr nuhr der ersterer zumir um sich zu erku[n]digen wie die strassen gebaut worden sindt \ ich hatte alles gesagt daß zimliche beschoderung vorhanden sey \ alles gut, daß ist gutt \ darauf um 12 Uhr kamt Tauscher und der Gegenstand zu mir, und sagen beyde wie gutt und glücklich sie gefahren sein \

Ich besichtigte des Rechtehand \ und fand daß ein bedeütender heller streifheit der Hand vorhanden sey, und gar keine besorgnüse hatte sein sollen; um frey durch zu kommen \ allein der Nahme Terpinz und die eingeleitte grosse besorgnüß, gab denen Herrn doch beratschlagung ob niht die Verwendung für daß beschel Departama [et] Tauglich wered \ und so wurde Jener niht geeignet befunden \ Heünte ging ich zu Jenen Freünd und sagte, man hette alles dies niht nötig gehabt \ wen ich dessen bedeutenden Feller früher gesehen hette? –– Allein was bereits Versprochen worden muste denoch gehalten werden, und habe ich auf 32 ƒ C.M. herbey gelassen und 28 ƒ glück dem Vater {nachgeredet} //4

In Betref des Wagens gehet die arbeith geherig vorwerts, ich habe selbe dem Bayer Schmid bestens unemmpfollen \ alles Altes brauch bares Eisen bestens zu verwenden \ Die Reder schünen werden gantz neü sein müssen \ Angen sind die alten auf Majerwägen noch sehr gutt und brauchbar \ ––––

Der H. Satler hette auch lust gehabt dem Perutsch689 mit gantz neuen leder zu überzichen \ was ich aber nicht gestel[t] habe \ weillen zu diesen allenfa[l]s noch auf ihre ordre speters zeit genug ist

\ oder sein würdt \ Nun wunsche ich in kürze zu vernemen daß sich meine beyden lieben glücklich badenden wohl und gesund befünden mögen \ so wie es sich der Schreiber, und freundlicher geselsch[a]fter H. v Herman befünden, und beüde ihre aufrihtige Grüsse, Küsse erstatten, und der ganz letzter daß Vergnügen hatt sich als als threuer aufrichtigster Vatter zuzeihnen

Franz Zeschko

 //Ob levem robu// P.S. es folget hö[ch]st. emmpfellu[n]ng von bekanten daß ist (L)angusischen, den

Baron ist schon no[c]h besser etc.

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