Laibach d[en] 25t Jully ‘830.

Gott-Seegne daß Baad!

Liebe beste Josephine! 

Mich erfreiet es herzlich stets etwas von dir zu hören, in dem Du so liebe voll, einen nach dem andern, kleine Mitheillungen bey Jeder sich ergebender gelegenheit zu komen lassest; wo wir in gleisam, Telegrapfischen Nahrichten gegeneinannder stohen, und daß gegenseittige wohlbefünden anbey ob[i]ch494 stetz mit grösten Fergnügen vernemen \ ––

Nuhr von denen Tages Hellden des 23t dies hören wir noch viel zu wenig \ Der Tinne muß keine Feder oder Papier haben \ Ich weis nicht von welcher Seitte diese werden endlich zurück Kehren? //2

Dein H. Gemahl sonsten ein sehr prester ordentlicher Mann; meinet daß er gegenwärtig seine Andacht allenfals auch bey denen Klosterfrauen verrichten köne \ in dem allda die schöne Welt meistens zusamen komet. –– Daß ist ihm eins[t]weillen schon zuverzichen, in dem Ihme die schöne frauenzimer gewisser massen noch immer gerne gefallen möchten. ––

Heinte machte Er eine Visit der frau v Fontana bey H. Reinisch. Jetzo Nachmitags fahren wir auf der neuen Moraßtstrassen um unseres Hauß antheil495 zu besehen bis zu der bekanten Brüke.

–– Der Existirende Hlr Dr ist heinte gast bey der frau \ Magdalena v Repeschitsch [et] Dr Pfandel496[,] die ertheilte Procuru der Küsse an //3 deinen Hr und die liebe Mutter habe gleih bey überlassung des brifes an beide benante mit auch viellen vergnigen gleich bey früstig und als {Reatif} auch Nachmitags wiederholt abgestatet[,] heinte wurde der Hochwürdiger Herr Stadt-Techant v Jerin497 von Sn fürst. gnaden früerlichst Instalirt, in die Kürche.

In der hofung noch verneren Briefchen von deiner schäzbaren Hand an uns zu erlassen, und ihmmer gutte beste zunahme in der gesundheit zu verne[men] und in dieser hinsicht allenfals auch daß Baad noch um einige Tage zu ver langern, ich und dein H. Gemmahl zufriden. –– An mit lebe beste Josephine reht wohl gesund und Vergnugt – nebst viellen küssen verharre ich stets als Aufrichtigste Vater

Franz Zeschka 

//4                                                                              Liebe Theüre Josepfin ! 

Gestern erchilt ich Dein Brief, darauß ersehe, daß Du Uns recht Lieb hast da jede gelegenheit dazu beugest. Ich hoffe daß Du alles befolgest was Dir Dein Her Hauß Dockter gesagt hatt, den zweck zu Erreihen – Waß Du und wir alle wünschen. Der Her Doktor macht Dir bemerkung Nu wen Sie zweimahl herum mit den Herrn Galle gedanzt hat, wie oft wird Sie mit die Jüngern? Gebe diese Wochen besonders Acht – ich wünsche daß Dir daß bewuste ohne schmerzen voriber geht. Eben erzälte mir der Herr Dor Terpinz der von Herrn Do Repeschisch kam[,] daß heut die Kostischen dort angekomen samt FF. Tonet und ihr leid war nicht mit Dir zu sprechen, welche aber auch heite abents abreisen

Neüigkeiten sein keine, die neü ankomenen aldort erzählen alles \ Ich Küsse Dich, Dich liebende

Theresa Zeschka

An die Frau, und Mari Pesiazk meine Empfelung

© 2016 Zgodovinski arhiv Ljubljana. Vse pravice pridržane.

Prilagoditev pisave