Sesana am 6ten Xbr 1826. um halb fünf Uhr Abends

Meine inigst geliebte Josephine!

Bestes Weiberl!

Leibe Pepinzhka, Du wirst Dich wundern, daß ich jetzt erst hier bin, allein es ist unmöglich wegen der zu schlechten Strasse, daß wir schon weiter wären, der schwer liegt von Loitzh bis Praewald über Knie hoch.

Mit H. Überpacher habe ich gestern Abend in Planina gesprochen, es wir[d] schon ein Werkführer von ihm alldort angekommen seyn, indem derselbe dort alles einrichten wird, so sey so gut daß derselbe unterdeßen bey den Zimmerleuten essen wird, in 10 oder 14 Tagen komt, dan derÜberpachter selbst; nim Du von H. Lederwasch258 vom breiter Beuteltuch von gröbster Sorte die er hat, 4 Ellen, u sende solche nach Kaltenbrun.

Ich habe eine angenehme Reisegeselschaft, besonders ist der alte H. Constantini sehr gut aufgelegt. Ich hoffe, daß sich meine liebe Pepi recht wohl befindet, sey ja außer aller Sorge wegen mir,

hoffentlich werde ich Dich bald ja recht bald wieder sehen: Morgen schreibe ich Dir von Triest aus, u ich rehne auch auf Deine liebe Zuschrift: Für Heute 1000 herzlich Küße von Deinen

Dich inigst liebenden theurn Gatten

Fidelis

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