Meine theuerste, herzlich geliebte Josephine!

 

Unser treuer Nachtwächter hat bereits die 10te Stunde abgerufen, doch! trozdem kann ich diese günstige Gellegenheit nicht umgehen, u Ihnen meine innigst geliebte am spätten Abend einige Zeilen niederzuschreiben. Ach! Pepi! Ihr liebes Bild mit dem ich jeden Tag beschließe, liegt auch heute vor mir, u welches mich so lieb anzulächeln scheint, es komt seinem Originale immer ähnlicher nach, in jedem Zuge liegt die vollständigste Herzensgütte //2 verborgen; und ich glücklicher bin in der Lage, einen so großen Anspruch darauf zu machen. O, Pepi! meine gute meine liebe Pepi, wie dankbahr bin ich, wie dankbahr werde ich Ihnen dafür ewig seyn. –

Wißen Sie Peperl was ich heute gemacht! Dume Frage, wie können Sie dieß wißen, aber Sie sollen es erfahren. –– Ich habe heute für meine Pepi recht inbrünstig, ja ich muss es gestehen, recht erbaulich herzlich gebettet –– u werde es nochMahl thun. –– //3

Morgen in allen Früh um 3. Uhr, muß ich unsern Bienen-Geschäfte nach, aufbrechen, u 2.

Stunden weit nach Vogle, abfahren. Sie werden noch im besten Schlaffe seyn, u Ihr unruhiger Fidelis

wird Sie ohneweiters durch seine vielen Gedanken zu stören trachten.

Wie gehet es Ihnen mein Peperl, sind Sie ganz wohl? am Montag oder Dienstag hoffe ich wieder nach Laibach zu kommen. –– Gute Nacht meine gute herzliche Pepi, schlaffen Sie recht sanft u erwachen Sie am Morgen recht froh u heiter.

Im Geiste umarmt Sie Ihr Sie unaussprechlih

 

 

am 8t 7ber halb 11 Uhr Meinen Handkuß an Mama.

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