Viljem Turjaški, deželni glavar na Kranjskem objavlja sporazum med mesti in trgi na Kranjskem ter plemstvom glede kmečke trgovine na podeželju.

Orig. perg. v MALj.
Obj.: Komatar v Jahresbericht ljublj. realke za 1903/4, str. 34-36, št. 42.
Prim: Zwitter, Starejša kranjska mesta, str. 50-52, 59.

Ich Wilhalm von Awrsperg lanndeshaubtman in Crain bekenne mit disem gegenwurtigen offen brief vnd tun kund allermenigklich. Als die von stetten vnd merkhten des lanndes Crain aus pebegung irer notturfft die kaiserlich maiestat vnsern allergenedigisten herren etc. irer priuilegien vnd freyhaitten weiland durch die herren von Osterreich loblicher gedechtnuss denselben stetten vnd merkhten auch den burgern darinne wonenden gegeben ermont vnd mit diemutiger pette bewegt haben sew dabey zu hanndhaben vnd inn zu uergunnen, sich der zu gebrauchen, das sein kaiserlich gnad dann also tann vnd inn von newenn dieselbenn zugegeben vnd confirmirrt, auch in sunderhait mit mir durch seiner gnaden mer gethanes schreiben geschafft hat, die bemelten von stetten vnd merkhten in iren priuilegionn /!/ vnd gegeben gnaden zu hanndhaben zu schutzen vnd ze schermen, solhes aber eins tails die prelatten die von adell vnd gemaine lanndschafft aus vrsachen der geswinden herten lewffen der krieg, auch der swären stewr vnd anderen widerwärtigkaitten so sew vnd irer vndertan lannge zeit her erlitten vnd inn noch verstuenden beswert das strennglich widersprechen, solhes auch bey der kaiserlich maiestat engefochten vnd sich des beklagt habenn, also das mir benanten von Awrsperg durch die kaiserlich maiestat etc. aufgelegt vnd beuolhen ist warden in disem handell zwischenn der lanndschafft vnd den von stetten vnd merkten entschaide vnd mittel zu suechen, darinne sich dann paid taill die lanndschafft an einem, die von stetten vnd markten am andern taill willkurlich begeben vnd die lanndschafft haben ires tails darauf zu mir die hernachgeschriben herrn an ir aller stat diss sachen mit sambt mir zu mittlen verordnet. Item herrn Petern Knawer thumbbrobst zu Laibach, Jorgen Lamberger zu Orttenekh, Bartholomeen Myndorffer vnd Hannsen Appheltrer zu Roy mit welhen yetzo bestymbten herrn ratt vnd willen das furnemen der stett inn durch die kaiserlich maiestat zugegeben gemyttelt vnd entschaiden ist, wie in den hernach geschriben artikellen volget. Item am ersten das bey kainer pharrkirchen so bey den hawbtstetten als Laibach, Krainburg, Stain, Rudofswerde /!/ in ainer meyll weges, auch bey den anderen gemaynen stetten vnd merkten in ainer halben meyll weges gelegen sind nicht mer dann ain smyd, ain schuster, ain schneyder vnd nachdem auch gemaingklich die pharrer weinschennkhen nur ein weinschennkh sein soll vnd nicht mer vorbehalden vnd ausgenomen die taffern die der kaiserlich maiestat etc. von alter her nach anzaigen seiner kaiserlich gnaden vrbar tafferngelt diennen vnd zynnspar seind, wo solh taffern also bey den benannten kyrchen sind, umb gen Walhenn zu cziehenn vnd mit dem wein, nachdem es nur sawer wein sein, mugen damit auch zu hanndeln als vor des weins halben ist angetzaigt. Es sol vnd mag ein yetzlicher auff dem lannd gesessen ochssen, swein, ross, kastrawn auff dem Hungrischen, in der Windischen Marich, zu Petaw, Rakespurg, Cili oder wo das sey kawffen vnd das ins lannde treyben vnd allda im lannde widerumb verkawffen, doch also vnd bey namen so die pawren an denn obberurten endenn swein kauffenn, die sol der selbenn kainer hauffenweisz einem anderen pawren verkauffen, sunder denn burgern in stetten oder merkhten, aber zaintzig soll ein yetzlicher zu uerkauffen vngeyrrt sein, er verkauff sy in stetten oder auf dem lannde vnd vor allenn dingen solhes aus dem lannde nicht zu treybenn noch zu schikhenn, doch ist der pawerschafft bey namen erlawbt vnd zugegeben, was sew von ochssenn, rossenn, kastrawn auff iren aigen hueben ertziehen auch von leymbat, lodenn, kaisz, smaltz vnd dergeleichen sachenn ertzewgenn, das mugen sew aus dem lannde genn Walhenn treibenn, schikhenn vnd furen vnd das verkauffenn an menigklichs irrung. Item aller ander kauffmannshanndel, es sein ochssenn, swein, ross, kastrawen, hewt, leder, leymbat, eysenn, oll vnd dergeleichenn sachenn, auch dar zu venedigische phembart, soll allenn auff dem lannde gesessen nach lawt der kaiserlich maiestat brieff verpotten sein, doch der ochssenn, ross, kastrawen vnd swein halbenn als vor ist angetzaigt die inn das lannde zu bringenn vnd darinne zu uerkauffen aber daraus nicht zu treibenn noch ze dann sol kain ander taffernn halden noch weinschennkhen. Item der geleichen sol auch bey den benannten pharrkirchen noch annderen enden auff dem gew kainerlay gewerb noch kauffmanshanndel in gestalt der wochenmärkht weder mit viech, oll, gefill, lederwerch, traid, kramerey noch ander waar vnd kauffmanschafft gebraucht werden, ausgenomen an den gewondlichen kirichtegen, dann sol nyemandts wein ze schenken noch anders mit kawffen vnd verkawffen verpotten sein, doch nicht anders als zu den gewondlichen kirichtagen wie uor stett. Item der geleichen gewerb halben des weins aus dem lannd zu fueren ist also gemyttelt vnd entschaiden, was sich die pawrenn von wein aus denn Ekhenn, aus dem Kannall vnd von wein herauff aus der Windischen Marich oder von Hungrischen gebrawchen, der sol inn aus dem lannde zu fueren vergunt vnd erlawbt sein, doch kaynen Wyppacher, Rayffall noch ander wellisch wein vnd was dye pawrenn vmb denn benanten Ekhwein, Kannaller oder Marichwein eysenn an sich bringen, mugen sew wider in das lannde fueren vnd das inn stetten oder inn merkhten vnd nicht auff dem lannde verkawffen. Item Rayffall, Wyppacher vnd annder wellisch wein mugen dye pawren in das lannd souill sew wellen oder vermugen bringen vnd denn im lannde nach irenn fueg verkauffen, doch aus dem lannd nicht tragen noch schikhen als vor stett. Item des geleich mit dem saltz soll vnd mag ein yetzlicher frey sein zu tziehenn das ausserhalb oder im lannde verkawffen oder vmb traid vnd wein in wechssel bringen vnd mit dem traid widerschikhenn. Vnd auff solhenn entschaid vnd vorgeschribens myttel diser sachenn mit vorbennannter baider portheyenn willenn vnd zucsag also beslossenn, sollenn nun furann paid portheyenn ir vndertann vnd mitwonner aufsehenn habenn, dem auch gänntzlichenn volg thuen, einer dem annderen in kain weg nicht dringen noch dawider beswarenn bey vermeydung der peen durch die kaiserlich maiestat vnnsern allergenedigistenn herrn etc. darauff gesetzt vnd das sich aber yglicher taill die lanndschafft mit iren vndertannen, auch die von stetten vnd marktten mit iren mitgwontenn diss entschaid vnd mittls wissenn zu haldenn vnd darinne nicht irren noch verfarenn, sunder auf der kaiserlich maiestat beuelh also vnzuruttlich beleibe, hab ich bemelter von Awrsperg als lanndeshaubtmann yetzlichenn taill der lanndschafft auch denn vonn stetten vnd marktten in geleicher lawt ein geschrifft gegebenn vnderr meinem aigen anhanngunden insigl. Beschehenn zu Laibach am freitagenn nachst vor vnnser lieben frawenn tag der verkundung nach Cristi geburde tawsent vierhundert vnd darnach in zwainundnewntzigistenn jare.

/Pečat izstavitelja odpadel, ostal le perg. trak./

GZL IV/27

Po originalu B. Otorepec

Opomba:
Listina objavljena v Božo Otorepec, Dragan Matić, Izbrane listine Zgodovinskega arhiva Ljubljana (1320-1782), Transkripcije z regesti in komentarji, Ljubljana 1998, str. 71-74.

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