Jurij /Slatkonja/, škof na Dunaju in prošt v Ljubljani izdaja listino o ustanovi pok. Nikolaja Podena, dekana v Ljubljani pri krojaški bratovščini.

Orig. perg. v MALj /dva originala, toda eden brez podpisa/.

In dem namen des almechtigen ewigen gutigen vnd barmhertzigen gottes Ihesu Cristi amen. Bekennen wir Georg von gottes genaden bischoue zu Wienn tumbbrost zu Laybach etc. des allerdurchleuchtigisten grosmechtigisten vnd vnuberwintlichisten fursten vnd herren herren Maximilian erwelten romischen kaiser zu allenntzeiten merer des reichs in Germanien zu Hungern Dalmacien Croacien etc. kunigen ertzhertzogen zu Osterreich hertzogen zu Burgundi zu Brabannt vnd phaltzgrauen etc. vnnsers allergenedigisten herren vnd lanndsfursten hofs vnd des regiments der niderosterreichischen lannde rate vnd capelmaister als zu seinem testamentarien vnd voltziehung desselben seiner kaiserlichen maiestat lessten willen. Als weilennd der wirdig her Niclas Poden seliger im leben des hochwirdigen kaiserlichen tumbstiffts zu Laybach techannt gewesen bedacht hat den gewalt des almechtigen vnd sein streng vrtail des tods vber vns ganngen das auch nyemand den weg des jungsten gerichts vmbgen mag die zer genugklikait diser welt die gewishait menschlichs sterbens vnd vngewishait der zeit des tods vnnserer erfordrung daz auch durch den balast leiblicher krannkhait des menschen gemuet so offt entschickht das der mensch nit alain an zeitlicher vorbetracht sonnder auch an hailbertiger versehung gehindert. Auch hat er daneben betracht das der mensch seiner sel seligkait auch ordnung seiner gueter nit fuglicher betrachten schikhen vnd ordnen mag dann dieweil er frisch gesundt bey guter vernunfft vnd sein gemuet an anligunder krankhait in rue ist. Demnach vnd damit nach seinem todlichen abganng seiner verlassn hab vnd guter halben die er nit ererbt sonnder durch vil muhe vnd arbait gewunnen vnd erobert hat, so hat er aus aignem freyen guten willen bey gesundtem wolmugendem leib rechter vernunfft zeitlichem rate vnd guter vorbetrachtung ain ordennlich vnd rechtformlich testament aufgericht vnd verordennt vnd vns als zu seinen testamentarien vnd volziehung desselben seines letzten willen verordent gesetzt vnd gemechtiget, vns auch daneben aigenntlichen eingepundn vnd beuolhen dieweil dem menschen nach disem leben zu irem hail nicht fruchtsamers noch ersprieslichers nachuolgt dann die guten werch so er hie auf erdtricht getan vnd aus gutem hertzen vorhin gesanndt haben als die wort des heiligen apostels sannd Pauls bezeugen daz er spricht: sat hie auf erdtricht das ir dort zu schneiden habt. Vnd so aber in der heiligen cristenlichen kirchen vnd anndern guten werche n vnd hailsamen hanndlungen das heilig ambt der mess das hochst vnd das wirdigist opfer ist darinnen Cristus der herr vnnser erlediger mit seinem heiligen gotlichen fronleichnam zu gedechtnuss seiner pittern angst marter vnd sterbens zu hail vnd hilff aller cristenmenschen lebendig vnd todten gehandlt vnd gewanndelt wirdet zu dannkhperkait gotlicher maiestat aller genaden vnd parmhertzigkait das er auch nachuolgen wolt der ler sancti Pauli vnd etwas guter werkh vorhin sennden, ain ewigs wochenambt aufzurichten vnd zu stifften, das aber ain zeither kriegsleuff irrung der gueter halben auch der grossen mercklichen geschefft damit wir durch kaiserlich maiestat beladen vnd lannge zeit im lannd Crain nit gewesen vnd noch darein zu komen in kurtz nicht versehen nit beschehen mugen vnd damit aber ye alsdann wol gotlich billich vnd recht ist vorgenants herren Niclasen Poden seligen lessten willen volzogen auch der loblich gotzdinst gemert gehalten vnd volpracht werde, haben wir demnach solich stifft nach gemelter massen auch mit rate vnd gunnst des hochwirdigen fursten vnd herren herrn Cristoffen bischouen zu Laybach auch mit willen der ersamen fursichtigen vnd weisen n.burgermaister richter vnd rate der stat auf des ersamen hanndwerchs der schneider bruederschafft daselbs zu Laybach aufrichten stifften widmen vnd verordnen lassen. Also das gemelte bruederschafft ir bruedermaister oder wer die ye sein werden alle wochen wochenlichen got dem almechtigen zu lob der hochgelobten himelkaiserin der junkhfrawen Maria der rainen gebererin allen gottes heiligen vnd ennglen vnd allen himelischem her zu wirden vnd eren allen seinen vorfordern vnd nachkomenden vnd allen denen so aus seinen geschlechten sein vnd werden allen ellennden betruebten gelaubigen seelen vnd allen denen so zu diser stifftung ye hilff furdrung gunst rate vnd that darzue geben vnd beweist haben vnd hinfur in ewig zeit thun werden zu hail hilff vnd trost ze merung des loblichen getzdinst vnd zu bewegung der andacht der cristenlichen meschen alle wochen nemlichen alle freytag auf berurter bruederschafft altar ain selig andechtig vnd loblich ambt von dem heiligen crewtz in latein genant nos autem, sumerzeiten vmb sechs vrn winterzeiten vmb siben vrn lesen singen halten vnd volbringen. Item in sonnderhait alle quottember fur das ambt vom heiligen creutz ain seelambt oder requiem auf bemelte stund fur hern Niclasen Poden seiner voruordern vnd nachkomenden vnd fur all gelaubig seelen angetzaigtermassen singen vnd halten. Item alle jar jerlich in ewig zeit albeg auf sanndt Johanns des tauffers tag ainen ewigen jartag nemlichen zu abent ain vigili zu morgens ain gesungen seel vnd lobambt mit zwelff gesprochen messen. Item nach ainem yeden selambt so zu quottember zeiten auch zu den jar zeiten gehalten wirdet sullen sich die priester nach dem gesungen ewangeli ob dem altar gegen dem volkh vmbkern, ain offen peicht sprechen vnd das volkh fur egenanten herrn Niclasen Poden seiner vorfordern vnd nachkomenden allen so aus den geslechten verschaiden sein vnd werden auch fur all ellenndt betruebt gelaubig seelen vnd fur die so zu diser stifftung ye hilff furdrung gunst rat vnd tat darzu gegeben vnd beweist haben vnd hinfur in ewig zeit thun werden, zu pitten ermanen. Item nach der vigili vnd ambtern so zu quottembern vnd jarszeiten gehalten, sullen die priester vnd schueller mit der procession wie sich geburt auf gemelts herren Niclasen Poden grab geen das recordare singen vnd placebo sprechen. Item ain yeder mesner sannd Niclasen tumbkirchen sollen albegen zu solhen ambtern sumer vnd wintterzeiten ain viertl ainer stundtlanng bis das dieselb stundt gar ausgeet mit ainem kleinen glokhl vnd darnach gar zusamen leytten. Item genante bruederschafft oder ir zechmaister sullen alle wochen vnnder ainem yeden ambt vnd jartegen den armen notdurfftigen lewten zwelf swartz pheninng vor der kirchen oder wo nit souil arm leut da wern in dem spital asutailen. Item yetzgedachte zechmaister sullen die angetzaigten gotzdinst mit geleitt liecht kertzen vnd anndern notdurfftigen zierlichen sachen darzue geburennd vnd gehorent vnnderhalten das darinnen keins wegs nit nachtail oder abganng erscheine. Vnd damit aber solhe obestimbte lobliche stifft durch der ersamen sneiderbruederschafft vnd ir nachkomen gehalten bestellt vnd voltzogen werde so haben wir inen hiemit wissenntlich vnd in crafft dits briefs etlich vnnser factor vnd gewalttrager zu iren sichern hannden gegeben zuegestelt vnd eingeantwurtt. Item erstlichen zwo hueben zu Sernitz gelegen so Crise Weber die ain innenhat dauon diennt er annderthalb makrh schilling sannd Georgen frischling ain oder viertzig schilling vier huenner zwaintzig air vnd zwen harzechling. Item von der anndern hueben dint Steffan annderthalb marckh schilling sannd Jorgen firschling ain oder vierzig schilling vier huener zwaintzig air vnd zwen hartzechling. Item ain hueben zu Yess darauf der Lienhart sitzt vnd diennt dauon ain markh vnd sechtzig schilling vier huener vnd zwaintzig ayr. Item zu Frosach ain hueben darauff sitzt Jerney Mrackh dint dauon ain markh viertzig schilling sannd Jorgen frischling ain oder viertzig schilling ain kytz funff huenner zwaintzig ayr vnd all quottember ain essen visch. Item zu Watschach ain hueben darauf Peter Weber sitzt diennt ain markh vnd ain hundert schilling ain kitz vier huenner vnd zwaintzig air. Item zu Klandorff ain hueben die Simon innhat dint dauon annderhalb markh schilling vier huener zwaintzig air. Vnd dieweil aber solh hueben vnd gulten den berurten gotzdinst nit gar ertragen mocht, sonnder etwo abganng daran erscheinen wurde dardurch diser loblicher gotzdinst wie obgemelt ist nit gehalten werden vnd zu uolbringen desselben, so haben wir darzue aus vnnsern freyen aigen gutern vnnser ganntze hueben mitsambt etlichen wismaden zu Rasor genant so von dem Piegendorffer kewfflich herkomend inen auch zugestelt vnd eingeantwurt also das die mergenant bruederschafft ir zechmaister vnd all ir nachkomen in ewig zeit die angeruerten vnnser yetzgegeben vnd herren Niclasen seligen obgeschribne hueben vnd gutern numalen vnd hinfuran innhaben stifften storen einnemen aufheben nutzen vnd niessen vnd damit hanndlen thun vnd lassen als mit solhen stifft guetern recht sit vnd gewonhait ist vnd dagegen die ambter jartag messen vnd almusen obbegriffnermassen ordenlichen zu yeder gewondlichen zeit halten volbringen vnd voltziehen lassen. Vnd zu merer vnd pesser ordnung bestenndigkait der furgenomen loblichen wochenambtern jartegen messen vnd almusen geben das die nit in vergessenhait oder abganng komen sonnder gestragts fur vnd fur wie sich wol geburt loblich gehalten vnd volbracht werde, haben wir die vorgemelten burgermaister richter vnd rate der stat Laybach mit vleis zu aufseher vnd hanndthaber des stiffts erpeten vnd verordennt daz sy vnd ir nachkomen darauf aufsehen haben sullen damit diser loblichen stifft an den hueben vnd guetern nichts entzogen auch der loblich gotzdinst wochenlichen vnd jerlichen in allen puncten artigkheln vnd clausen wie obgemelt nachkomen gelebt vnd zu rechter weil vnd zeit gehalten volpracht vnnd gegeben werde, wo sy aber ainichen abganng daran sehen funden merkhten spureten horten vnd verstuenden oder sunst vnwillen oder vnform darinnen gepraucht wurde, haben sy in albeg volkomen macht vnd gewalt solhe stifft von der bruederschafft mitsambt den zueverordennten guetern aufzuheben sy selbst einzunemen oder aber die ainer anndern bruederschafft yberzugeben dardurch die berurt stifft in allen artikhln puncten vnd begreiffungen entlich on allen abganng voltzogen werde. Wo sich auch in kurtz oder lanng begabe das die oberurten vberantworten hueben gueter vnd stukh durch krieg prunnst der Turkhen einzug oder annder vngefell wie man das nemen mochte in abnemen verderben vnd nachtail vber der vorgemelten herren vom rate vnd der bruederschafft pessten vleis der hierinnen nicht gespart werden sol komen wurde vnd derselben gueter vnd gult vil oder wenig abgienngen, des der allmechtig got durch sein grundtlose gute genedigclich geruch abzuwennden, so sulle doch solichs genantem rate der bruederschaft oder wer die stifftung ausricht vnd volbringt vnd iren nachkomen genntzlich on schaden vnd entgeltnuss sein sonnder solicher abganng in der stifftung sol an den wochenambtern jartegen messen vnd almusen wie sich dann das in aufrichtiger raittung durch die gedachten vom rate vnd bruederschafft erfindet gemynndert vnd abgezogen werden, doch sullen sy mit allem muglichen vleis, als sy dann des von got auch darumben lon zuemphahen verhoffen, verfuegen damit die bestimbten gueter vnd gult wo sy also wie uorsteet in abnemben komen widerumben gestifft vnd gepawtt vnd nachmallen der vorbestimbt gotzdinst aller volligclichen ausgericht volpracht vnd gehalten werde als sy sich dann des gegen vnns sonnderlich verschriben haben trewlich vnd vngeuerlich. Mit vrkundt des briefs mit vnnserm aigen vnnderschriben hanndtzaichen vnd anhanngundem innsigel verfertigt. Geschehen den dritten tag des monats juny nach Cristi geburde funfftzehenhundert vnd im funfftzehenden jare.
Georgius episcopus Veiennensis etc. prepositus etc. per manu propriam scripsit.

/Pečat izstavitelja na rdeči svileni vrvici ohranjen do slabe polovice./

GZL IV/68

Po originalu B. Otorepec

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